Itzehoes
Wärmezukunft
braucht
Stadtwärme

Wärme lässt sich auf unterschiedliche Arten erzeugen. Welche davon wo und für wen funktioniert, hängt von vielen Faktoren ab. In Innenstädten zum Beispiel spricht vieles für Fernwärme.

Beispiel Klosterforst: So funktioniert Stadtwärme

Volles Rohr warm

Stadtwärme ist Fernwärme. Sie basiert auf einem doppelten Rohrnetz, durch das
Wasser zirkuliert. Die Erzeugungsanlage schickt heißes Wasser in die Häuser. Dort
erhitzt es Wasser für Heizung, Bad und Küche. Abgekühltes Wasser kehrt zurück zur
Wärmeerzeugungs-Anlage. Dort beginnt der Kreislauf von vorn.

Zwei Netze, Hunderte warme Häuser

Eure Stadtwärme-Vorteile
  • Einfach: Eure Stadtwerke kümmern sich um Technik, Energieeinkauf und Anlagenwartung
  • Sicher: zuverlässige Versorgung, transparente Konditionen
  • Klimabewusst: hohe Energieeffizienz, Null-CO₂-Ziel
  • Wirtschaftlich: keine Sanierungs-Anforderungen (z. B. alte Heizkörper weiter nutzbar), geringer Platzbedarf im Keller
Eure Stadtwärme-Netze
  • Wärmeerzeugungs-Anlagen stehen im Stadtteil Klosterforst und am Schwimmzentrum
  • Die zwei Stadtwärme-Netze versorgen nahe gelegene öffentliche Einrichtungen sowie mehrere hundert Wohnungen
  • Mit dem Wärmelink Zentrum haben wir gerade Teile der Innenstadt erschlossen. Ein Meilenstein auf dem Weg in Itzehoes Wärmezukunft.
  • Nächste Schritte: Eure Stadtwerke klären, wie und wo sich weitere Stadtwärmenetze in der Stadt realisieren lassen

Kann ich mich anschließen lassen?

Stadtwärme basiert auf einem Rohrnetzsystem. Um sich anschließen zu lassen, muss das Netz in der Nähe eurer Immobilie liegen. Ist das der Fall, lasst uns ins Gespräch kommen.

Wichtig zu wissen: Tiefbau ist ein massiver Kostenfaktor. Jeder Meter neues Stadtwärmenetz (inkl. Rohrleitungen) kostet einen vierstelligen Betrag. Sehr lange Zuleitungen rechnen sich daher oft nicht, zumal bei Einzelanschlüssen.

Stadtwärme – die wichtigsten Fragen & Antworten

Was ist Stadtwärme?
Stadtwärme ist Fernwärme für Itzehoe. Heizwärme und warmes Wasser werden zentral erzeugt und über ein unterirdisches Rohrnetz direkt in Gebäude geliefert. Ihr benötigt keine eigene Heizungsanlage, kein Brennstofflager und der Schornsteinfeger kommt auch nicht mehr.
Wie funktioniert Stadtwärme?
Heißes Wasser wird über isolierte Leitungen zu den Häusern transportiert. Dort übergibt eine Wärmeübergabestation die Energie an Heizung und Warmwasser. Das abgekühlte Wasser fließt anschließend zurück zur Wärmeerzeugung und wird erneut erhitzt.
Woher kommt die Wärme?
Aktuell stammt die Wärme in Itzehoe vor allem aus modernen Blockheizkraftwerken (BHKW). Diese erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme und arbeiten dadurch besonders effizient. Zunehmend steuern wir auch erneuerbare Energien ein. Zum Beispiel mit Biogas oder durch eine Großwärmepumpe, wie sie in der Anlage Klosterforst arbeitet.
Welche Vorteile hat Stadtwärme?
  • • Keine eigene Heizungsanlage mit offener Flamme
  • • Kein Brennstofflager notwendig
  • • Platzsparende Technik im Haus
  • • Zuverlässige Versorgung mit Heizung und Warmwasser
  • • Geeignet auch für ältere Gebäude und Heizkörper
  • • Praktisch kein Wartungsaufwand für Eigentümerinnen und Eigentümer
Was ist eine Wärmeübergabestation?
Die Wärmeübergabestation ist die Schnittstelle zwischen Stadtwärmenetz und Haus. Sie übernimmt die Wärmeversorgung für Heizung und Warmwasser. Sie benötigt deutlich weniger Platz als viele klassische Heizsysteme.
Ist Stadtwärme sicher?
Ja. Es gibt keine offene Flamme, kein Gas im Haus und kein Brennstofflager. Dadurch entfallen Risiken wie Explosionen oder Kohlenmonoxidvergiftungen.
Wie steht es mit den Verbrauchskosten?
Die Preise für Stadtwärme sind klar geregelt. Die Preisbestandteile werden offen ausgewiesen und können öffentlich nachvollzogen werden.
Warum wird Fernwärme ausgebaut?
Fernwärme spielt eine wichtige Rolle für eine bezahlbare und zukunftsfähige Wärmeversorgung. Besonders in dicht bebauten Stadtgebieten fehlt oft Platz für individuelle Lösungen wie zum Beispiel Wärmepumpen oder Pelletheizungen.
Was macht ein Wärmespeicher?
Der Wärmespeicher speichert überschüssige Wärme und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Dadurch kann die Anlage effizienter und flexibler betrieben werden.
Wie aufwendig ist ein Hausanschluss?
Für den Anschluss wird eine Leitung vom Stadtwärmenetz bis ins Gebäude gelegt. Im Haus wird die Wärmeübergabestation installiert. Der genaue Aufwand hängt von der Grundstückslage und vom Gebäude ab.
Was passiert bei einem Leck im Netz?
Das Leitungsnetz verfügt über ein sensibles Leckwarnsystem. Dadurch können Wasser- oder Wärmeverluste früh erkannt und schnell behoben werden.
Kann Stadtwärme in Zukunft erneuerbar werden?
Ja. Fernwärmenetze lassen sich schrittweise auf erneuerbare Energiequellen umstellen, zum Beispiel durch Großwärmepumpen, die Nutzung von Abwärme oder den Einsatz erneuerbarer Brennstoffe wie etwa Pellets oder Bio-Abfall. Deshalb gilt Stadtwärme als wichtige Zukunftstechnologie.
Wer kümmert sich um Wartung und gesetzliche Vorgaben?
Die Stadtwerke übernehmen den technischen Betrieb und kümmern sich darum, dass das Stadtwärme-Netz alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt.