Inflation, Lieferengpässe, steigende Energiepreise – das geht auch an Hilfsorganisationen nicht spurlos vorbei. Eure Stadtwerke Itzehoe haben deshalb der Itzehoer Tafel mit einer Spende unter die Arme gegriffen. Die Tafel hilft monatlich rund 900 Menschen, sich ausreichend mit Lebensmitteln zu versorgen. Unter dem Motto „Lebensmittel retten. Menschen helfen!“ sammeln etwa 100 ehrenamtlich Mitarbeitende Nahrungsmittel ein, die sonst auf dem Müll landen würden.
Wir hoffen, unsere Spende hilft, die wichtige Arbeit der Itzehoer Tafel am Laufen zu halten. Zusätzlich zu den 5.000 Euro erhalten alle ehrenamtlich Mitarbeitenden einen 10 Euro Gutschein fürs Schwimmzentrum. Und apropos Ehrenamtliche: Die Itzehoer Tafel freut sich über jeden, der Zeit zum Helfen hat. Infos unter 04821 – 4084828 (mittwochs und freitags von 8-12 Uhr) oder nutzt gerne das Kontaktformular auf der Website: https://www.tafel-itzehoe.de/formulare/index.php?form_id=10004547

Der Notfallplan Gas wurde für den Fall geschaffen, dass Deutschland eine Krise in der Gasversorgung droht. Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist dieser Fall eingetreten. Erdgas ist so knapp – und so teuer – wie nie zuvor.
Drei Warnstufen
Bereits im März rief Bundeswirtschaftsminister Habeck deshalb erstmals die Frühwarnstufe aus. Für Verbraucher hatte das zunächst kaum Auswirkungen. Jetzt gilt seit Juni die Alarmstufe. Das bedeutet: Die Gasversorgung ist gestört. Noch muss der Staat zwar nicht in den Markt eingreifen. Bereits jetzt könnte aber die Preisanpassungsklausel aktiviert werden. Sie erlaubt es Versorgern, die gestiegenen Beschaffungspreise an ihre Kundschaft weiterzugeben.
Gas für den Winter einspeichern
Aktuell ist Erdgas am internationalen Markt verfügbar und wird eingespeichert. Kritisch wird es, wenn Russland seine Gaslieferung nach Deutschland im Anschluss an die Wartungsarbeiten an der Pipeline Nordstream I nicht wieder aufnimmt. Dann können die Gasspeicher ohne zusätzliche Maßnahmen kaum den gesetzlich vorgeschriebenen Füllstand von 90 Prozent bis Dezember erreichen.
Was jetzt passiert
Mit der Alarmstufe werden die Lösungsanstrengungen weiter intensiviert. Dazu gehört auch das Signal, dass der Energieverbrauch aus Vorsorgegründen reduziert werden soll. Für Sie als Verbraucher ändert sich allein mit der Ausrufung der Alarmstufe erst einmal nichts. Auch in der sogenannten Alarmstufe setzen die Stadtwerke Itzehoe alles daran, eine stabile Gasversorgung zu gewährleisten. Allerdings lässt sich derzeit nicht abschätzen, wie sich die Lage weiterentwickelt. In jedem Fall sind aber private Haushalte und Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser durch gesetzliche Bestimmungen besonders geschützt.
Energieeffizienz ist das Gebot der Stunde
Jede Kilowattstunde Energie, die wir nicht verbrauchen, trägt dazu bei, dass wir mehr Gas einspeichern und dadurch besser durch den Winter kommen können. Helfen Sie bitte mit, so viel Energie wie möglich einzusparen. Das geht schon durch kleine Änderungen im Alltag. Ein paar sehr nützliche Tipps zum Thema finden sie hier auf unserer Website.
Um uns aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu befreien, braucht es politische Weichenstellungen. Aber auch jede und jeder einzelne kann helfen, dass uns die Energiekrise nicht kalt erwischt – einfach, indem wir weniger Energie verbrauchen.
19° Celsius

Eine warme Wohnung ist behaglich – kostet aber auch sehr viel Energie. Für einen gesunden Schlaf, das wissen wir alle schon lange, ist eine Temperatur von 16 oder 17 Grad super. Und am Tag? Viele Wohnungen und Büros werden tagsüber auf 21, 22 Grad und darüber aufgeheizt. Das führt erstens zu trockener Luft, was die Schleimhäute schädigen kann. Und zweitens: Das Fraunhofer-Institut für Solarenergie hat ausgerechnet, jedes Grad weniger spart sechs bis sieben Prozent Erdgas! Wenn wir alle unsere Raumtemperaturen auf, sagen wir 19° Celsius einpendelten, kämen bundesweit rund 20 % Ersparnis zusammen.
Viel heiße Luft

In Fragen der gefühlten Wärme sind wir alle sehr unterschiedlich. Wo mancher sich den Pullover vom Leib reißt, zieht der andere noch einen drüber. Der Kompromiss ist dann häufig fatal: Heizen bei gekipptem Fenster. Das ist eine arge Verschwendung von Heizgas und darüber hinaus ein übler Schlag für unser Klima. Denn auch verpuffte Heizenergie produziert den Klimakiller CO2. Besser ist, zwei- dreimal am Tag für ein paar Minuten mit Durchzug zu lüften und dabei die Heizung herunterzudrehen. Sehr gesunder Nebeneffekt: So effizient für frische Luft zu sorgen, beugt wirksam der Schimmelbildung vor.
Eile mit Weile

Tempolimits und Kurzstreckenflüge sind gern aufgegriffenen Zankäpfel. Während die anderen noch streiten, kann man hier ganz einfach selbst in Gang kommen. Buchstäblich. Einfach den Verbrenner stehen lassen, wenn seine Dienste nicht unbedingt erforderlich sind. Wo es geht, zu Fuß unterwegs sein, das Fahrrad und die Öffis nutzen. Und, wenn eine Autofahrt denn partout sein muss, sich selbst die Grenzen setzen: Wer bewusst mal Tempo‚ rausnimmt, hilft Abermillionen Liter Sprit zu sparen, die dem Klima schon lange kräftig zusetzen.
Kleine Dinge, schnell gemacht

Um Wärmeenergie effizient zu nutzen, helfen viele Details, die rasch und einfach umzusetzen sind.
- Heizkörper entlüften: Wenn es im Heizkörper gluckert oder die Wärme ungleich in ihm verteilt ist, kommt die erzeugte Wärme nicht richtig zum Zug. Die Heizung muss entlüftet werden.
- Warmduschen, aber sparsam: Duschköpfe mit Sparfunktion sorgen dafür, dass nicht zu viel Wasser erhitzt werden muss – was unnötig viel Energie verbraucht. Auch eine Überlegung wert: nicht täglich und vor allem kürzer duschen.
- Vorhänge & Co.: Rollos, Jalousien und Vorhänge helfen, nachts die Fenster zusätzlich zu isolieren. Ergebnis: Sie haben es wärmer und Ihre Heizung trotzdem weniger zu tun. Wichtig allerdings: Heizkörper dürfen nicht von Vorhängen (oder Möbeln) bedeckt sein!
Für Ihre Fragen rund um Versorgungssicherheit und mehr Energieeffizienz stehen wir Ihnen immer gern zur Verfügung!
Gute Nachricht für Ihr Budget: Ab Juli entfällt die EEG-Umlage.
Aktuell schlägt die sogenannte EEG-Umlage beim Strompreis mit 3,72 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zu Buche. Schon für einen Durchschnittshaushalt kommt da künftig eine ordentliche Entlastung zusammen: rund 110 Euro brutto bei einem angenommenen Verbrauch von 2.500 kWh pro Jahr. Für die zweite Hälfte dieses Jahres sind in diesem Beispiel also noch gut 55 Euro drin.
Die nächste gute Nachricht: Sie müssen nichts unternehmen. “Ihren Verbrauch für die sechs Monate ab Juli ermitteln wir rechnerisch auf Basis des Gesamtverbrauchs und berücksichtigen das direkt in der nächsten Jahresabrechnung”, erklärt unser Stadtwerke-Chef Erik Dittrich. Wer will kann uns aber gerne seinen Zählerstand am 30. Juni durchgeben, am besten online über unser Ableseportal.
Hintergrundwissen:
Die Bundesregierung hatte die Senkung der EEG-Umlage zum 1.7. in ihrem sogenannten Osterpaket beschlossen. Die Finanzierungslücke, die dadurch entsteht, wird vom Bund aus dem Sondervermögen Energie- und Klimafonds erstattet.
Bunt, wild und sonnig war’s
Gestern fand bei traumhaftem Wetter der Itzehoer Kindertag auf den Malzmüllerwiesen statt. An unserem Stand hatten wir ordentlich aufgefahren: Es gab eine prallgefüllte Zirkuskiste, eine Dosenwerf-Station, ein XXL Vier-Gewinnt-Spiel, Bobby Cars und schicke Zeichenblätter zum Ausmalen. Der Andrang war riesig – es gab tausende lachenden Kindergesichter, die „ihr“ Event in vollen Zügen genossen haben.
Ganz besonders gefreut haben uns die Eltern- und Großelterngespräche am Rande. Denn natürlich war hier und da auch unser neues Logo ein Thema. Ganz herzlichen Dank für die positive Resonanz! Wenn wir Ihnen nun „moderner und ansprechender“ vorkommen, haben wir wohl ganz gute Entscheidungen getroffen.
Es war toll, Sie alle bei diesem strahlenden Sonnenschein getroffen zu haben. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!
Haben Sie es schon mitbekommen?
Seit Mai findet am Fuße von St. Laurentii endlich wieder der Steinburger Abendmarkt statt – mit uns als Hauptsponsor.
Jeden 1. Donnerstag im Monat finden sich ab 16:30 Uhr viele tolle Künstler, Musiker und Kreative, Hofläden, Händler und Manufakturen ein und es darf gelauscht, gestaunt und gekostet werden.
Wir fördern den Abendmarkt und freuen uns, damit einen Beitrag für die Gemeinschaft und die Regionalität in und um Itzehoe zu leisten.
Mehr unter: https://mein-itzehoe.de/der-steinburger-abendmarkt/
Wir hören von mehreren Kunden, dass eine Drückerkolonne in Itzehoe unterwegs ist – und sich diese Leute als Stadtwerke-Mitarbeiter ausgeben.
Dringende Warnung: Es handelt sich NICHT um unsere Mitarbeiter. Geben Sie keinesfalls sensible Daten wie Zähler- oder Kundennummer weiter. Fragen Sie bitte im Zweifel nach Namen oder rufen Sie unseren Kundenservice unter +49 4821 774 71 an.
Vielen Dank für die rasche Info unserer aufmerksamen Kunden!
Unsere Antworten auf die häufigsten Fragen unserer Kundinnen und Kunden
Die humanitäre Situation in der Ukraine macht fassungslos. Aber auch die Sorgen in puncto Versorgungssicherheit nehmen in Deutschland zu. Hier zumindest gibt es beruhigende Nachricht:
- Die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Einrichtungen im Einzugsgebiet der Stadtwerke ist trotz des Konfliktes aktuell gewährleistet. Deutschland bezieht zwar einen Großteil des hier verbrauchten Erdgases aus russischen Quellen, allerdings sind die deutschen Gasspeicher mit 25 Prozent noch ausreichend gefüllt (Stand: März 2022).
- Niemand wird in diesem Winter in den eigenen vier Wänden oder auf der Arbeitsstelle frieren müssen. Selbst, wenn Russland die Belieferung mit Gas vollständig einstellen sollte, würden die Gasreserven noch bis zum Ende der aktuellen Heizperiode ausreichen. Kritisch könnte es im kommenden Winter 2022/23 werden.
Zwei konkrete Fragen werden uns gegenwärtig immer wieder gestellt:
Ich möchte nicht mit russischem Erdgas beliefert werden. Geht das?
Antwort: Leider nicht. Bei dem Erdgas, das durch unser Netz fließt, können wir technisch bedingt nicht zwischen Gas von verschiedenen Herstellern oder Bezugsorten unterscheiden. Der Anteil russischen Erdgases in Deutschland wird nur insgesamt gemessen – und zwar an den Netzübergabepunkten (z. B. Nordstream 1).
Falls Russland kein Gas mehr liefert, bin ich dann betroffen?
Antwort: Ein sofortiger Lieferstopp hätte aktuell keine Auswirkungen, da Deutschland auf die Reserven in den Gasspeichern zurückgreift. Die Reserven reichen für die aktuelle Heizperiode aus.